Vorspritztechnik mit rechnergestützter Dosierautomatik

Anspritzmaschine ist besonders wendig

Die selbstfahrende Anspritzmaschine TM-800-SH zeichnet sich Herstellerangaben zufolge durch ihre Kompaktheit und Wendigkeit aus. Foto: Weisig Maschinenbau

Alfeld (ABZ). – Ein zuverlässiger Schichtenverbund im Schwarzdeckenbau ist unverzichtbar für die Langzeitqualität von Asphaltstraßen. Weiro bietet hierfür laut eigenen Angaben verschiedene Lösungen an, sei es Lkw-montierte und an Traktoren betriebene Anspritzsysteme der Reihe HK wie auch selbstfahrende Anspritzmaschinen der Baureihe TM.

Bei den Lkw-gestützten Systemen legt der Hersteller großen Wert auf die Entwicklung autarker Systeme. Dabei hängt die Machbarkeit des Anspritzaufbaus, abgesehen von den notwendigen Dimensionen und der erforderlichen Nutzlast des Trägerfahrzeugs, nicht von Typ und Ausstattung des Trägerfahrzeugs ab. So können zum Beispiel auch geeignete Gebrauchtfahrzeuge mit modernster Anspritztechnik ohne Abstriche an die notwendige Dosiergenauigkeit ausgestattet werden.

So wurde vor kurzem eine Anspritzmaschine des Typs HK 1000 PH mit 4000 l Nutzinhalt, hydraulisch ausfahrbarem Spritzbalken und rechnergestützter Dosierautomatik, aufgebaut auf einem Lke-Fahrgestell älteren Baujahrs an einen Kunden übergeben, teilt die Weisig Maschinenbau GmbH mit.

Diese Technik kann in gleicher Qualität und Ausstattung auch für andere Trägergeräte angeboten werden, beispielsweise als Anbaugeräte an Traktoren. Damit werde die Anwendungsbreite von auf Baustellen eingesetzten Traktoren erheblich erweitert, so das Unternehmen.

Auch die selbstfahrenden Anspritzmaschinen TM verfügen über diese moderne Anspritz- und Dosiertechnik, wobei an die notwendige Kompaktheit der Maschinen keine Abstriche gemacht werden müssen.

Je nach Ausführung für große Baulose oder auf engstem Raum operierend ermöglichen all diese Maschinen das dosiergenaue, saubere und schnelle Aufbringen von polymermodifizierten Bindemitteln für die Sicherstellung des Schichtenverbunds. Notwendige Anpassungen der Arbeitsbreite werden dabei auf dem ergonomisch gestalteten Bedienpult des Fahrers über die hydraulisch ausfahrbaren Rampenverbreiterungen und die elektropneumatische Ansteuerung der einzelnen Spritzdüsen vorgenommen.

Die Bindemitteltanks sind mit einer Wärmedämmung ausgestattet, für die Erwärmung des Bindemittels auf die erforderliche Verarbeitungstemperatur sorgt ein thermostatgesteuerter Heizölbrenner oder Gasbrenner. Das Bindemittel wird nach dem Aufheizen mit der Vollzirkulationsspritzrampe gleichmäßig und dosiergenau auf die Oberfläche ausgebracht. Dabei sorgt das Zirkulationsprinzip für die Vorwärmung auch des Spritzbalkens und der Spritzdüsen und damit die Minimierung von Verstopfungen und anderen möglichen Störungen des Anspritzbetriebs.

Die Befüllung des Bindemitteltanks erfolgt auf der Baustelle mit einem Saugrohr oder aus separaten Behältern, zum Beispiel IBC oder Servicetanks als Selbstbefüllung, alternativ auch mit externer Pumpe direkt durch den Befüllanschluss am Bindemitteltank.

Das automatische Dosiersystem "Spraycontrol 4.0" misst neben der Durchflussmenge an Bindemittel auch die Fahrgeschwindigkeit beim Anspritzen. Zusammen mit den Informationen über die eingestellte Arbeitsbreite erfolgt dann die Regelung der Pumpenleistung für eine gleichmäßige und kontrolliert aufgetragene Bindemittelschicht. Der gewünschte Sollwert für den Bindemittelauftrag (g/m²) wird am LCD Display der Steuerung im Fahrerhaus vorher durch den Fahrer eingegeben.

Der Fahrer wird über das Display mit einer einfach und schnell zu erfassenden grafischen Darstellung zu jedem Zeitpunkt des Prozesses über die Einhaltung der eingegebenen Sollmenge informiert.

Damit auch die kritischen Bereiche zu Beginn des Anspritzvorgangs und an dessen Ende zuverlässig mit der vorgegebenen Bindemittelmenge behandelt werden, wurde bei der Kalibrierung der Maschinen ein Parametersatz jeweils individuell ermittelt. Dies ist insbesondere dann entscheidend, wenn der Anspritzvorgang nicht mit "fliegendem Start" begonnen werden kann, sondern direkt beim Anfahren, zum Beispiel beim Anspritzen unmittelbar von einer Fräskante aus. Das Dosiersystem speichert baustellenbezogen auch wichtige Betriebsdaten, zum Beispiel die verarbeitete Bindemittelmenge je Anspritzzyklus (kg), die behandelte Straßenfläche (m²) und die durchschnittliche Auftragsmenge (kg/m²). Diese Daten können entweder auf einem Drucker im Fahrerhaus in verdichteter Form direkt ausgedruckt werden oder zur detaillierteren Weiterverarbeitung auf USB Stick gespeichert werden. Alle Weiro-Anspritzsystem verfügen auch über die Möglichkeiten der sorgfältigen Reinigung aller Bindemittelleitungen und der Düsen nach Arbeitsende mit Druckluft. Dies ist Gewähr dafür, dass bei der erneuten Inbetriebnahme der Maschine sofort störungsfrei gearbeitet werden kann.

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