Sonderanfertigung

Anspritzmaschine trägt Schichtenverbund dosiergenau auf

Das Weiro-Rampenspritzgerät der Baureihe HK 1000 PH als Kombilösung für Schichtenverbund und Rand- bzw. Nahtversiegelung hat einen 800 l fassenden, wärmeisolierten Emulsionstank und einen 500 kg-Rührwerkskocher.Foto: Weisig Maschinenbau

Alfeld (ABZ). – Auf einer Baustelle in Norddeutschland ist eine Weiro-Anspritzmaschine vom Typ HK 1000 PH im Einsatz, die einige technische Besonderheiten hat. Das teilt die Firma Weisig Maschinenbau mit. Entsprechend der spezifischen Anforderungen der Georg Mehrtens Ingenieurbau GmbH sei eine Lösung verwirklicht worden, die den Schichtenverbund dosiergenau auftrage und Längsnähte sowie den hohen Rand versiegele. Aufgebaut sei sie auf einem sehr kompakten und wendigen Geräteträger von der Hansa Maschinenbau. Der Geräteträger habe einen hydrostatischen Antrieb und sei speziell für diesen Einsatzzweck konzipiert worden.

Das Trägerfahrzeug treibe die aufgebauten Komponenten an. Die hydraulische Leistung werde über Bordhydraulik mit Load-Sensing Funktion verbrauchsoptimiert bereitgestellt. Der isolierte Behälter zur Verarbeitung von Bitumenemulsion C60BP4-S gemäß TL BE StB 07 habe einen Nutzinhalt von 800 l. Ein Ölbrenner mit elektronischer Temperaturregelung beheize ihn. Die Emulsion zirkuliere permanent durch Leitungen und Spritzrampe. Dadurch und durch die Wärmedämmung des Bindemittelbehälters erwärme die Emulsion schnell, Leitungen und Spritzrampe würden zuverlässig vorgewärmt. Das Heizsystem basiere auf einem 230 V Wechselstromnetz. Im Arbeitsbetrieb werde es fahrzeugseitig durch einen hydraulisch angetriebenen Wechselstromgenerator gespeist, im Ruhebetrieb oder über Nacht hingegen durch Netzstrom aus der Steckdose. Dadurch sei die Rüstzeit vor dem Arbeitsbeginn, i. d. R. am frühen Morgen, besonders kurz. Totzeiten auf der Baustelle würden vermieden.

Hinten an der Fahrzeugpritsche sei eine Spritzrampe für das Auftragen des Schichtenverbunds montiert. Diese habe eine Grundbreite von 2,1 m, die Arbeitsbreite könne aber durch ein Ausklappteil auf ca. 2,75 m erhöht werden. Die gewünschte Arbeitsbreite könne der Fahrer über eine Einzeldüsensteuerung am Bedienpult einstellen.

Der Bindemitteltank werde durch Ansaugen befüllt, entweder mit der elektrisch vorgeheizten Bindemittelpumpe über ein Saugrohr und Schnellkupplung aus dem IBC-Container respektive Servicetank oder extern über den Domdeckel von außen.

Die Weiro HK 1000 PH versprühe das Bindemittel gleichmäßig und in der gewünschten Auftragsmenge. Eine computergestützte Automatik speichere die Betriebsdaten und dosiere wegabhängig. Über ein Display am Fahrerplatz könne der Fahrer die notwendigen Parameter eingegeben. Die gewünschte Bindemittelmenge je Quadratmeter werde weitgehend unabhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit konstant eingehalten.

Das Display zeige neben Fahrgeschwindigkeit und Spritzdruck auch die Daten wie die Ausbringung in Kilogramm pro Quadratmeter, die bearbeitete Fläche und die Menge des verbrauchten Bindemittels an. Der Rechner speichere diese Betriebsdaten und stellte sie nach Arbeitsende als Protokoll zur Verfügung, entweder in Kurzform als Ausdruck vom Borddrucker oder per Download als Datei. Das Steuerungsprogramm verwalte dabei 40 verschiedene Baustellen.

Die computergestützte Dosierautomatik habe noch weitere komfortable Funktionen: So reguliere sie die Drehzahl beim Befüllen des Bindemitteltanks automatisch. Und sie unterstütze die Reinigung des Bindemittelkreislaufs.

Das Fahrzeug habe einen wärmegedämmten Rührwerkskocher mit 500 kg Nutzinhalt, um Längsnähte und hohe Ränder zu versiegeln. Beheizt werde er von einem Ölbrenner mit elektronischer Temperatursteuerung. Das Brennersystem werde vom gleichen 230 V-Bordnetz wie die Emulsionspumpe versorgt. Das Material könne über Nacht mit Netzstrom aufbereitet werden.

Die Bitumenpumpe werde hydraulisch angetrieben und elektrisch vorgewärmt. So könne Bindemittel an der Naht oder am hohen Rand gleichmäßig aufgetragen werden.

Das aufgeschmolzene Bitumen werde über einen Düsenkopf aufgetragen. Dieser sei vorn am Vorbautenträger des Fahrzeugs installiert und könne hydraulisch verstellt werden. Die Bitumenschläuche zwischen Förderpumpe und Düsenkopf seien unter dem Fahrerhaus nach vorn verlegt und elektrisch beheizt. Dies verhindere, dass Bitumen einfriere. Der Fahrer könne den Düsenkopf elektrohydraulisch positionieren, um die Düse genau zur Arbeitsnaht bzw. zum hohen Rand auszurichten.

Nach Arbeitsende reinige Druckluft die beiden Anspritzmodule.

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