Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Batterie-Bohrgerät vorgestellt

Bauer konnte zahlreiche Gäste am komplett neugestalteten und klimaneutral zertifizierten Messestand mit City-Charakter begrüßen. Foto: Bauer

Darunter auch die Bauer Maschinen Gruppe, die laut eigener Aussage zahlreiche Gäste am komplett neugestalteten und klimaneutral zertifizierten Messestand mit City-Charakter begrüßte. Neben den Bauer-Drehbohrgeräten, den Seilbaggern der MC-Serie und der Schlitzwandtechnik zeigte Bauer auch Geräte und Anlagen der Tochterfirmen Klemm, RTG und Bauer MAT – einige Weltpremieren inklusive.

"Seit über einem halben Jahrhundert setzen unsere leistungsstarken und hocheffizienten Geräte Maßstäbe im Spezialtiefbau", sagt Dr. Rüdiger Kaub, Geschäftsführer der Bauer Maschinen GmbH. "Darauf sind wir stolz, aber wir ruhen uns nicht aus: Mit unseren zahlreichen Innovationen, die wir auf der bauma gezeigt haben, beschreiten wir in großen Schritten den Pfad in eine nachhaltige Zukunft. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern zu gehen."

Michael Stomberg, Vorstandsvorsitzender der Bauer AG ergänzt: "Die Themen Urbanisierung, Energieversorgung und Klimawandel stellen uns vor vielfältige Herausforderungen. Mit unseren Maschinen, Anlagen und digitalen Lösungen tragen wir dazu bei, diesen zu begegnen und das Fundament für die Welt von morgen zu errichten."


Ein Bauer-Highlight in diesem Jahr: das Modell eBG 33 H all electric. Foto: Bauer

In diesem Jahr stand die bauma ganz im Zeichen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit – zwei Schlagworte, die auch bei Bauer eine zentrale Rolle spielen. Mitte 2021 hatte Bauer mit der eBG 33 sein erstes Bohrgerät mit Elektroantrieb auf den Markt gebracht. Nun schlug das Unternehmen auf der bauma ein weiteres Kapitel in Sachen Elektrifizierung auf und präsentierte die neue, nun batteriebetriebene Version seiner elektrischen Bohrgeräte: die vollelektrische BAUER eBG 33 H all electric. Durch die zusätzliche Elektrifizierung der Hauptverbraucher, wie Drehantrieb und Hauptwinde, definiert es neue Standards in der Energieeffizienz. Der lokal CO2-freie Betrieb bei höchsteffizientem Energieeinsatz und niedrigen Lärmemissionswerten sind Benefits für Anwender, Anwohner und letztendlich die gesamte Umwelt. Bei diesem neuen eBG-Modell kommt eine komplett neue Generation des Steuerungs- und Visualisierungssystems B-Tronic – die B-Tronic 5 – zum Einsatz mit innovativen Lösungen bei der Interaktion Mensch-Maschine und zusätzlichen Funktionalitäten im Bereich Datenmanagement. Auch die RTG Rammtechnik GmbH hatte eine echte Weltneuheit im Gepäck: die RG 19 T hybrid. Die Systemleistung wird mit einem Dieselmotor und einem zusätzlichen Elektroantrieb erzielt, wodurch sich die CO2- und Geräuschemissionen deutlich reduzieren. Damit setzt RTG Maßstäbe im Telemäklerbereich. Alle RG-Modelle auf den Trägergeräten BS 55 RS und BS 65 RS können künftig mit der Hybridtechnologie angeboten werden. Selbstverständlich steht auch in der Hybridversion die Operate-Fernbedienung zur Verfügung. Die neu entwickelte RTG Pile Driver App ermöglicht dem Bediener ein schnelles und sicheres Bedienen des Gerätes. Zudem lässt sich mit Hilfe der App der komplette Service an der Maschine ausführen.

Komplettiert wird das E-Geräteportfolio der Bauer Maschinen Gruppe durch den elektrisch betriebenen Seilbagger der MC-Reihe, der bereits auf der bauma 2019 die Blicke auf sich zog, sowie das innovative BAUER Cube System. 2021 auf den Markt gebracht, präsentierte Bauer das System auf der diesjährigen bauma nun dem breiten internationalen Fachpublikum. Seit seiner Markteinführung hat das System bereits einige Tests hinter sich. Um dies auf der Messe zu demonstrieren, wurde bewusst auf eine komplette Überholung der Anlage verzichtet. Das Besondere an der Weltneuheit: Das Fräsensystem findet samt Schlauchaufrollsystem in drei handelsüblichen 20-Fuß-High-Cube-Containern Platz. Damit kann es beispielsweise problemlos in 3 x 3 m großen Tunneln eingesetzt werden – ein großer Vorteil bei Fräsprojekten in dichtbesiedelten Metropolen.

Ob über- oder unterirdischer Einsatz, großflächige Sperrungen innerstädtischer Areale gehören damit potenziell der Vergangenheit an, denn die Auswirkungen auf den Verkehr, die Geschäfte und vor allem auf die Anwohner reduzieren sich auf ein Minimum. Nicht zuletzt verringert sich durch den Elektroantrieb der ökologische Eingriff einer Fräsbaustelle ganz erheblich. "Mit unserer umfassenden Produktpalette, die Spezialtiefbaugeräte mit klassischen Diesel-, Hybrid- und Elektroantrieben beinhaltet, ermöglichen wir unseren Kunden die größtmögliche Flexibilität für ihre Baustelle", sagt Dr. Rüdiger Kaub.

Beim Thema Nachhaltigkeit spielt neben der Antriebsart der Geräte aber noch ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle, nämlich wie effizient die Geräte auf den Baustellen arbeiten. Bereits vor einem Jahrzehnt hat Bauer Maschinen die Grundsteine zu den heutigen modernen dieselbetriebenen Bohrgeräten gelegt. Aus dem TEAM-Projekt, das sich mit der Entwicklung von Technologien für energiesparende Antriebe mobiler Arbeitsmaschinen befasste, entstand das EEP Energy-Efficient Power Paket. Es beinhaltet zahlreiche Modifikationen zur Verbesserung des Wirkungsgrades. 

Das Antriebssystem der Hauptwinde, die vor allem beim Kelly-Bohren einen maßgeblichen Anteil am Energieumsatz hat, wurde grundlegend überarbeitet. Mit dem System ist es möglich, die beim Absenken freiwerdende Energie zurückzugewinnen. Vor allem bei tiefen Bohrungen kann so der Kraftstoffverbrauch erheblich gesenkt werden. Weitere Vorteile sind eine bedarfsgerechte Leistungsregelung der Lüfterdrehzahlen. Sie wirken sich nicht nur auf die Effizienz, sondern auch auf die weitaus geringeren Schallemissionen des Bohrgeräts im Vergleich zu früheren Generationen aus.

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