Anbaugerät samt Bediener mieten

Baumaschinenhändler Semken richtet sich neu aus

Claus Semken (r.) ist Geschäftsführer von Semken Baumaschinen. Sein Sohn Yannik Semken ist ebenfalls im Unternehmen tätig. Die als Vertragspartner erworbene Kompetenz mit Movax-Anbaugeräten sieht Semken als Alleinstellungsmerkmal der Firma.Foto: Weiße

Bremen. – Mit Seitengrifframmen können Baugeräteführer Rammgut auch auf sehr engem Raum aufnehmen und einvibrieren. Diese Seitengriff-Rammtechnik ist das Spezialgebiet der Firma Semken Baumaschinen mit Sitz in Bremen. Semken bietet Rammen zur Miete an, auch als Gesamtlösung mit Mobil- oder Kettenbagger und Bediener. Sechs Seitengriff-Rammen und drei Bagger gehören zu dem Mietpark der Firma. Zwölf Jahre war Semken Vertragshändler des finnischen Herstellers Movax Oy für den norddeutschen Raum. Künftig richtet sich das Unternehmen jedoch neu aus. Semken konzentriert sich nun verstärkt auf Vermietung und Service. "Wir wollen unsere Kernkompetenz stärken", erläutert Geschäftsführer Claus Semken. Die in der langen Zeit als Vertragspartner erworbene Kompetenz mit Movax-Anbaugeräten sieht Semken als Alleinstellungsmerkmal der Firma: "Ich sehe direkt, ob etwas funktioniert oder nicht", sagt Claus Semken. Das gleiche gilt für den Service, den Semken ebenfalls weiterhin anbietet. "Wir kennen jede Schraube und die Technik zu 100 Prozent", ergänzt Yannik Semken, Sohn von Claus Semken und ebenfalls im Unternehmen tätig.

Bei einem Freireiter wird die Länge des Rammgutes durch die maximale Höhe des Auslegers begrenzt, was bei der Seitengrifframmtechnik nicht der Fall ist , erklärt Geschäftsführer Claus Semken die Vorteile des Verfahrens. Das Anbaugerät sei oft günstiger, als einen Mäkler oder einen großen Freireiter zu betreiben. Es kann in allen Achsen beim Einrammen korrigieren. Zudem sei Rammen im Winkel sowie das computergesteuerte Führen mit einer Automatiksteuerung möglich. "Selbst das Ziehen und Ablegen kann ohne Helfer bewerkstelligt werden", betont Semken.

Andere Rammverfahren haben nach den Erfahrungen von Claus Semken oft Tücken. Ein baggermontierbarer Freireiter könne zum Beispiel nur bis in etwa 8 Metern Länge eingesetzt werden. Dabei müsse das Rammgut mit einer Kette aufgenommen werden, was oft zu schweren Arbeitsunfällen führen könne. Das Korrigieren beim Einbringen sei schwierig. Mäkler seien in der Regel teuer im Betrieb, weil sie sich nicht anders nutzen lassen, außerdem müsse das Rammgut auch in diesem Fall mit der Kette aufgenommen werden. Dabei blieben Transportkosten und Rüstzeiten zu bedenken.

"Freireiter am Kran sind meistens teuer im Einsatz und es lässt sich wegen des Schlauchpaketes lediglich umständlich damit arbeiten", weiß Semken, der selbst einst als Baggerfahrer und später lange als Bauleiter und Baumaschinenmeister in einer Tiefbaufirma gearbeitet hat, bevor er sein Unternehmen gründete.

Die Seitengrifframmen sind geeignet zum Rammen und Ziehen von Spundbohlen und Stahlträgern bis 14 Metern Länge, Stahlrohren bis 711 Millimeter Durchmesser und Holzpfählen. Zu den möglichen Einsatzgebieten gehören Spezialtiefbau (Spundbohlen und Träger), Bahnprojekte (Spundbohlen und Träger, außerdem Rohre für die Gründung von Schallschutzwänden, Signalen und Oberleitungen) sowie Wasserbau und Küstenschutz (Spundbohlen, Ufersicherungen mit Holzpfahlwänden oder Eichholzpfählen, Rohre). Die Seitengrifframme mit automatischer Steuerung macht einen Bagger, unabhängig von welchem Hersteller, zu einem vollwertigen Rammgerät.

Semken Baumaschinen wird auch weiterhin im Verkauf tätig sein: So bleibt das Unternehmen Vertragshändler für Anbauteile für Bagger und Radlader der Firma Robi für die Anwendungsfelder Abbruch, Sortierung, Zerkleinerung und Laden. Diese Anbauteile führt das Unternehmen seit 2010.

Ein weiteres Standbein des Unternehmens soll künftig der Verkauf und die Vermietung von druckluftbetriebenen Schlagrammen des französischen Herstellers Pajot sein, kündigt der Geschäftsführer an. Produkte dieses Herstellers führe sonst kein Unternehmen in Deutschland, so Semken. Sie können als unkompliziertes Vollendungsgerät beim Rammen eingesetzt werden, denn die Beschaffenheit des Bodens ist nicht immer bekannt, erläutert Semken. Da die Energie des Baggers begrenzt sei, könne es sein, dass dieser an seine Grenzen stoße. "Die Schlagramme ist eine Lösung, wenn es nicht mehr weitergeht", erläutert Claus Semken. Schlagen sei effektiver und gebe mehr Energie auf das Rammgut. Setze der Baugeräteführer eine Schlagramme ein, könne er das Einrammen im harten Boden beenden. Außerdem komme die Schlagramme zum Einsatz, wenn ein Statiker einen Traglastnachweis fordere. Denn wie viel Last das Rammgut tragen kann, lasse sich nur durch Schlagen ermitteln.

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