EU-Typgenehmigung erteilt

Bereit für die Zukunft

Die agilen Fahrzeugbauer von Krampe sind mit der neuen EU-Typgenehmigung fit für die Zukunft, welche für den Endkunden auch einige sicherheitsrelevante technische Verbesserungen am Krampe-Anhänger mit sich bringt. Daneben steht ein guter Dienst am Kunden ganz oben auf der Prioritätenliste. Ein deutlicher Pluspunkt, wenn Ersatzteile schnell und spontan geliefert oder werktags beziehungsweise am Wochenende im Werk Coesfeld-Flamschen abgeholt werden können

Coesfeld (ABZ). – Nach fast zwei Jahren, die ein Entwicklungsteam bei Krampe für die aufwändige Vorbereitung, zahlreiche praktische Tests und die Erstellung von Beschreibungsbögen investiert hat, hat das Kraftfahrt-Bundesamt die Genehmigung erteilt: Seit Januar 2021 werden grundsätzlich alle Krampe-Anhänger mit EU-Typgenehmigung ausgeliefert. Die Typgenehmigung nach EU (VO) 167/ 2013 ist mittlerweile in vielen europäischen Ländern Pflicht für die Zulassung von land- und forstwirtschaftlichen Neufahrzeugen. Dennoch haben für den Bereich landwirtschaftlicher Fahrzeuge erst vier Fahrzeughersteller in Europa diese Genehmigung erhalten.

Die zeit- und kostenintensiven nationalen Fahrzeug-Abnahmen bei den örtlichen Zulassungsbehörden, die zum Teil wie beispielsweise in Dänemark praktische Bremsversuche bei jedem Anhänger voraussetzen, entfallen für Krampe-Kipper künftig komplett.

Die EU-Typgenehmigung bringt für den Endkunden auch einige sicherheitsrelevante technische Verbesserungen am Fahrzeug mit sich. Dazu gehört zunächst ein neuer variabler Unterfahrschutz. Dieser kann nach Rädergröße und Kundenwunsch angepasst und bei Beschädigung einfach ausgetauscht werden – eine Gebrauchsmuster-geschützte Lösung. BPW-Achsen mit hochgesetzten Bremszylindern werden auch bei den Lenkachsen verbaut. Diese technische Lösung wurde von Technikern im Hause Krampe entwickelt. Der Nutzfahrzeughersteller ist laut eigenen Angaben aktuell der einzige Hersteller, der diese Technik anbietet.

Zudem verbessern vordere weiße Begrenzungsleuchten, Seitenmarkierungsleuchten und Positionsleuchten hinten die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Darüber hinaus sind hochwertige, extrem schlagfeste Drei-Kammer-LED-Rückleuchten mit Lauflicht-Blinkern verbaut.

Auch langfristig spiele die EU-Typgenehmigung den Kunden in die Karten, so Krampe. Denn: Ein späterer Verkauf des gebrauchten Krampe-Kippers ist nun problemlos EU-weit möglich.

Neben dem Export profitierten aber auch die deutschen Kunden von der Zertifizierung des Herstellers. Denn Voraussetzung für die Genehmigung ist ein durchgehendes Qualitätsmanagement. Die Prozesse und Produktion bei Krampe sind qualitätsgeprüft und standardisiert. Somit kann auch nach 20 Jahren noch genau das Ersatzteil geliefert werden, welches zum betreffenden Krampe-Anhänger passt.

Gerade in der aktuellen Corona-Situation mache es sich außerordentlich positiv bemerkbar, dass bei Krampe die gesamte Verwaltung, die Konstruktion und die Produktion an einem Standort, nämlich auf dem ehemaligen Gelände der Freiherr-vom-Stein-Kaserne, zusammen arbeiten, so das Unternehmen. Die Anfahrtswege seien kurz, langjährigen Ansprechpartnern werde auf "Augenhöhe" begegnet und Kunden profitierten von einem gewaltigen Bestand an E-Teilen und Achsen im Werk. Laut Krampe ist auch ausreichend Platz vorhanden, um auch sperrige Teile vorhalten zu können – ein deutlicher Pluspunkt, wenn Ersatzteile schnell von heute auf morgen geliefert oder werktags beziehungsweise am Wochenende im Werk Coesfeld-Flamschen abgeholt werden können.

Nebenbei kümmern sich die Mitarbeitenden vom Kundendienst und Ersatzteilwesen auch noch mit viel Akribie und Hingabe um die ganze alten Schätzchen: "Rebuild-Maßnahmen" sind keine Seltenheit; das heißt, oft werden alte, betagte Kipper, die schon ein oder zwei Arbeitsleben hinter sich gebracht haben, mit viel Liebe und hohem Aufwand aufge-möbelt. Sie werden zum Beispiel zum Schnellläufer umgebaut (von 25 auf 40 km/h), eine hydraulische Heckklappe wird nachgerüstet und alles fein säuberlich neu lackiert. So wird anschließend oft nahezu der Preis eines Neufahrzeuges erreicht. Den stolzen Besitzern scheint das die Sache Wert zu sein und sie freuen sich, wenn Krampe noch Teile für die Oldies liefern kann, "ready for the past" sozusagen.

Neben dem internationalen Denken gehören bei den Fahrzeugbauern aus dem Münsterland auch eine hohe Wertstabilität und eine nachhaltige Produktion seit jeher zum Selbstverständnis der Firmenphilosophie "Qualität auf Rädern".

Seit zehn Jahren deckt eine hauseigene PV-Anlage auf den Dächern der Krampe Hallen etwa 150 % des benötigten Eigenbedarfs an Strom. Für das Heizen der Büros und Produktionshallen beziehen sie Fernwärme von der benachbarten Biogasanlage und beteiligt sich am Bau eines gerade errichteten Bürgerwindparks in der Nachbarschaft.

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