LH 60 M HR Port Litronic

Erste Liebherr Umschlagmaschine geht an bayernhafen Aschaffenburg

Seit Kurzem ist im bayernhafen Aschaffenburg die neue Liebherr-Umschlagmaschine LH 60 M HR Port Litronic im Einsatz. Es ist die weltweit erste ausgelieferte Liebherr-Umschlagaschine dieses Typs mit mobilem High Rise-Unterwagen. Foto: bayernhafen Aschaffenburg

Um den spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Güter – von Massen- über Schütt- bis hin zu Schwergut – optimal begegnen zu können, erwarb das Unternehmen zudem fünf neue Liebherr-Anbauwerkzeuge. Das Liebherr-Schnellwechselsystem sorgt für einen schnellen und sicheren Wechsel der Anbauwerkzeuge. Noch im Dezember vergangenen Jahres fand die Auslieferung und Inbetriebnahme statt. "Mit zielgerichteten Investitionen machen wir unsere Infra- und Suprastruktur noch effizienter", sagt Klaus Hohberger, Mitglied der Geschäftsleitung bei bayernhafen. "Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für die Verlagerung von Gütern auf die umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn. Ein ausschlaggebendes Kriterium bei der Kaufentscheidung war daher vor allem die enorme Leistungsfähigkeit, die der LH 60 M HR Port an den Tag legt." Der verbaute Vier-Zylinder-Liebherr-Dieselmotor in der Abgasstufe V liefert in Kombination mit dem serienmäßigen Liebherr-ERC-System eine Gesamt-Systemleistung von bis zu 322 kW. Diese Zusammensetzung sorgt für maximale Umschlagleistung unterschiedlichster Güter im bayernhafen. Dank der neu konzipierten, speziell für den Port-Einsatz ausgelegten Ausrüstung überzeugt die Maschine mit enormer Tragfähigkeit. Das Eigengewicht ist durch ein neues Konstruktionskonzept optimiert. Der ERC- sowie Hub- und Stielzylinder sind den speziellen Einsatzbedingungen angepasst. Mit dem 11,5 m abgewinkeltem Ausleger und dem rund 10 m langen, geraden Stiel bewerkstelligt die Maschine im Einsatz spielend Reichweiten von über 20 m beziehungsweise Reichtiefen von bis zu 6 m unter Hafenkante.

Die Umschlagmaschine ist mit einer 2 m hohen Turmerhöhung sowie einer hydraulischen Fahrer-Kabinenerhöhung ausgestattet. In dieser Kombination wird eine Sichthöhe von bis zu 9 m erreicht. Das innovative, passive Fahrerassistenzsystem Skyview 360° sorgt dafür, dass das gesamte Maschinenumfeld zu jeder Zeit eingesehen werden kann. Dieses wird auf einem Zusatz-Display in der Fahrerkabine, als 360°-Darstellung von oben, gezeigt. Zusätzliche Kamerasysteme auf der Maschinenausrüstung bieten optimale Sicht auf Be- und Entladezonen von schwer einsehbaren Schiffsräumen. Auch Anja Bokeloh, Leiterin Technik und Betrieb im bayernhafen Aschaffenburg hebt die Flexibilität und gute Bedienbarkeit des LH 60 M HR Port hervor: "Mit dem Umschlaggerät können unsere Fahrer unterschiedlichste Be- und Entladevorgänge effizient und flexibel meistern und haben dabei ihren Arbeitsbereich stets optimal im Blick."

Für den Umschlag und das Handling unterschiedlichster Güter und Materialien hat sich der bayernhafen für je zwei Zweischalen- und Fünfschalengreifer sowie eine Lasthakentraverse entschieden. Die beiden Liebherr-Zweischalengreifer GMZ 80 sind prädestiniert für den Umschlag sowohl von feinkörnigem Schüttgut wie beispielsweise Perlit als auch grobkörnigem Material wie Sand, Erden oder Steine. Einer der beiden ist mit einem speziellen Auswerfer ausgestattet. Dieser sorgt für eine optimale Entleerung, selbst bei stark anhaftendem Material. Mit den beiden Fünfschalengreifer GMM 80 ist die Maschine ideal für das Handling von sperrigem, stückigem Material ausgestattet. Hier hat sich der bayernhafen neben einem Fünfschalengreifer mit halbgeschlossenen auch für ein Exemplar mit geschlossenen Schalen entschieden. Der halbgeschlossene Fünfschalengreifer eignet sich besonders für den Umschlag von verarbeitetem Stahlschrott. Der GMM 80 mit geschlossenen Schalen hingegen vorwiegend für Materialien wie beispielsweise Eisenmassel, Pflastersteine oder Stahlspäne. Die Lasthakentraverse ermöglicht das unkomplizierte Handling schwerer Lasten. So setzt der bayernhafen diese beispielsweise ein, um kleinere Maschinen wie Kompaktlader in die Schiffsräume setzen zu können. Mit Letztgenannten erfolgt dann die Reinigung.

Um die Anbauwerkzeuge schnell, sicher und komfortabel aus der Fahrerkabine heraus wechseln zu können, hat sich der bayernhafen zudem für das hängende Liebherr-Schnellwechselsystem MH 110 B entschieden. "Schnelle und zugleich sichere Anbauwerkzeugwechsel machen den LH 60 M HR Port umgehend einsatzbereit, da wir viele Anforderungen bei uns im Binnenhafen haben. Dies steigert enorm die Produktivität und Wirtschaftlichkeit im Betrieb", schließt Anja Bokeloh ab.

Der bayernhafen Aschaffenburg vernetzt effizient die Verkehrswege Wasser, Schiene und Straße und ist die Logistik-Drehscheibe für die Region Bayerisch RheinMain. Er leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Versorgung von Bürgern und Betrieben und bietet den Unternehmen der Region den Zugang zu den internationalen Transportnetzen. Als das größte Industrie- und Gewerbegebiet am bayerischen Untermain bietet er auf 157 ha etwa 60 Unternehmen mit rund 2800 Mitarbeitern Platz für beste Wachstumschancen in einer dynamischen Region.

Zu bayernhafen gehören die sechs Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau – Drehscheiben für den weltweiten Warenaustausch, die die Verkehrswege Wasser, Schiene und Straße effizient verknüpfen. 2021 wurden über 9 Millionen t Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen. bayernhafen agiert als Standort-Architekt, der in Infrastruktur investiert und unternehmens- und standortübergreifend zusammen mit den Hafenansiedlern neue Wertschöpfungspotenziale erschließt. 800 ha Gesamthafenfläche und über 400 ansässige Unternehmen mit mehr als 13.000 Beschäftigten machen bayernhafen zu einem der leistungsstärksten Logistik-Netzwerke in Europa.

Betreiber der Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Regensburg und Passau ist die Bayernhafen GmbH & Co. KG. Geschäftsführer ist Joachim Zimmermann. Die Standorte Nürnberg und Roth werden von der Hafen Nürnberg-Roth GmbH betrieben, an der die Bayernhafen GmbH & Co. KG mit 80 %, die Stadt Nürnberg mit 19 % und die Stadt Roth mit 1 % beteiligt sind.

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