Höhere Hubkraft und stärkere Greifer vereint

High-Lift-Variante rundum erneuert

Das Radlader-Modell des Typs L180H High-Lift hat von Volvo CE eine großzügige Frischzellenkur verpasst bekommen und wurde nun in die Variante der Bezeichnung L200H High Lift verwandelt. Foto: Volvo CE

Wenn es darum geht, die Bedürfnisse der Holzwirtschaft zu verstehen, reichen die Wurzeln von Volvo Construction Equipment (Volvo CE) tief. Als das Unternehmen im Jahr 1974 den ersten High-Lift-Radlader auf den Markt brachte, wurde die Holzverarbeitung geradezu revolutioniert, denn die Maschine ist heute auf Holzlagerplätzen in aller Welt zu finden.

Der L200H High-Lift ist die jüngste Weiterentwicklung eines halben Jahrhunderts an Erfahrungen und basiert auf dem Modell L180H High-Lift, an dessen Stelle er nun tritt. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehört laut Herstellerangaben die Möglichkeit, bis zu 13 % größere Greifer zu verwenden, wofür die um 27 % höhere Hubkapazität sorgt. In Verbindung mit einer stärkeren Basiseinheit bedeutet dies, dass der L200H High-Lift mehr Kubikmeter Holz pro Stunde umschlagen kann.

Zusätzliche Power bereitgestellt

Die neue Ladeeinheit verfügt über ein verstärktes Hubarmsystem, einen Querträger und eine neue Rotatoreinheit. Die zusätzliche Power bedeutet, dass die maximale Hubkapazität von 8,8 t beim L180H High-Lift beim neuen Modell auf 11,2 t ansteigt. Die Greifergrößen sind entsprechend gewachsen, der größte von 3,8 m² (beim Vorgängermodell) auf 4,3m² (beim L200H High-Lift).

 

Zu den wichtigsten Verbesserungen gehört laut Herstellerangaben die Möglichkeit, bis zu 13 % größere Greifer zu verwenden, wofür die um 27 % höhere Hubkapazität sorgt. Foto: Volvo CE

Die Greifer sind in einer Reihe von Größen und Formen erhältlich, um den Anforderungen jedes Einsatzes gerecht zu werden. Dabei handelt es sich Volvo CE zufolge nicht um gewöhnlichen Greifer, sondern um speziell entwickelte, verstärkte Greifer, in denen ein halbes Jahrhundert Erfahrung mit High-Liftern steckt. Um diese zusätzliche Kapazität unterzubringen und die Stabilität des Radladers zu gewährleisten, sind serienmäßig größere Niederquerschnittsreifen des Typs 875/65 R29 L4 montiert.

Mit der Möglichkeit, Stämme bis zu 6,5 m hoch zu stapeln – 60 % höher als ein herkömmlicher Radlader – nutzt der Volvo-High-Lift die Lagerkapazität des Holzplatzes optimal aus, verspricht das Unternehmen. Der Greifer kann Baumstämme bis 6 m Länge um 360° drehen – und mithilfe der integrierten Kippfunktion kann die Maschine zudem jeden Stamm auf dem Stapel erreichen. Die neue, stärkere Rotatoreinheit ist wartungsfrei und verfügt über ein integriertes Dämpfungssystem, das auch die Stabilität beim Fahren verbessert.

Der L200H High-Lift ist darüber hinaus leichtgängig und kann mit hoher Geschwindigkeit über unwegsames Gelände fahren sowie bequem auf unbefestigtem Boden arbeiten und die Standfläche dabei nur minimal belasten. Dafür sorgen vier breite Reifen und die Knicklenkung. Daraus resultieren geringere Kosten für die Baustellenvorbereitung und die Instandhaltung der Baustelle, teilt Volvo CE mit.

Temperaturanstieg verhindern

Auf einem Holzlagerplatz, auf dem die Bremsen stark beansprucht werden, muss die Bremsleistung erstklassig sein. Um einen Temperaturanstieg zu verhindern, verfügt der L200H High-Lift über ein externes Achsölkühlsystem, das die Temperatur der Achsen senkt. Darüber ist das neue Modell mit einem Ölfilter ausgestattet, der das Achsöl länger sauber hält und das Ölwechselintervall auf 4000 Stunden (oder 18 Monate) verlängert. Die Schaltstrategie wurde für die neuen, höheren Arbeitslasten optimiert. Technologien wie OptiShift, das die Reverse By Braking-Funktion (RBB) und den Drehmomentwandler mit Wandlerüberbrückung beinhaltet, unterstützen die Kraftstoffeffizienz zusätzlich.

Der L200H High-Lift ist die erste High-Lift-Variante, die mit dem Assistenzsystem Load Assist kompatibel ist. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Anwendungen, die über das Display des Volvo-Co-Piloten in der Kabine aufgerufen werden können und dem Versprechen des Herstellers zufolge die Produktivität und Rentabilität von Radlader-Einsätzen steigern.

Die App "On-Board Weighing" bietet Echtzeiteinblicke in die Nutzlast des Greifers, um Über- und Unterladung, Neuverwiegung und Wartezeiten zu vermeiden. Die App "Operator Coaching Advanced" trägt dazu bei, das Potenzial des Laders voll auszuschöpfen, teilt das Unternehmen mit. Das Programm liefert dem Fahrer Informationen und Anleitungen in Echtzeit und hilft, so zu arbeiten, dass optimale Produktivität und Kraftstoffeffizienz erreicht werden und der Verschleiß der Maschine verringert wird. Zum Angebot von Load Assist gehört auch das Reifendrucküberwachungssystem, mit dem sich Druck und Temperatur von luft- und wassergefüllten Reifen von der Kabine aus überprüfen lassen.

Der L200H High-Lift ist Volvo CE zufolge ein großartiger Ort, um eine Schicht zu verbringen. Er verfügt über ein geräumiges Design, eine ergonomische Anordnung und eine hervorragende Sicht. Auch eine Auswahl an verschiedenen Sitzen ist lieferbar. Speziell entwickelte Multifunktionshebel sorgen für eine präzise Steuerung der Hydraulik, und der Fahrer kann die Einstellungen sogar über sein Smartphone personalisieren.

Um die Ermüdung des Maschinenführers zu verringern und die Produktivität zu steigern, bietet die optionale Komfortsteuerung Comfort Drive Control dem Fahrer die Möglichkeit, die Maschine mit einem Hebel anstelle des Lenkrads zu steuern. Der Fahrer muss die Welt um seine Maschine herum ständig im Blick haben. Aber es gibt Hilfe: Eine neue optionale Frontkamera ermöglicht die Sicht auf das Geschehen an der Vorderseite der Maschine und auf dem Stapel, das auf einem speziellen Monitor in der Kabine angezeigt wird.

Ausfallzeiten minimieren

Die lange Lebensdauer, der reduzierte Wartungsbedarf, der einfache Zugang zu den Servicepunkten und eine Reihe von ergänzenden Dienstleistungen tragen dazu bei, die Wartungskosten niedrig und die Betriebszeit hoch zu halten. Wie sein Vorgängermodell ist auch der L200H High-Lift leicht zu bedienen, verspricht der Hersteller. Die Kabine lässt sich entweder um 30 oder um 70° neigen. In Kombination mit einer elektronisch betätigten Motorhaube ist der Zugang für Arbeiten an der Maschine sehr einfach. Die Inspektion und Reinigung des Motorraums fällt nun noch einfacher aus. Zu verdanken ist das zusätzlichen Handläufen, die auf beiden Seiten der Maschine montiert wurden. Schnellwechselanschlüsse vereinfachen den Wechsel von Hydraulik-, Getriebe-, Motor- und Vorderachsöl zusätzlich und helfen, Verschüttungen und Verunreinigungen zu vermeiden. Auch wenn die Bediener nicht vor Ort sind, kann Volvo mithilfe des Servicesystems ActiveCare ein Auge auf die Maschine haben. Die Uptime Center des Unternehmens bieten eine Rund-um-die-Uhr-Maschinenüberwachung, liefern wöchentliche Berichte und benachrichtigen Kunden, falls vorbeugende Wartungsmaßnahmen erforderlich sind.

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