Höhenzugangstechnik professionell mieten

Lösungspartner für Höhenzugänge

Industriebau ohne auf ihren Einsatz spezialisierte Hubarbeitsbühnen ist heutzutage kaum vorstellbar.Foto: Kiloutou Deutschland GmbH

„…oben sicher arbeiten“ ist das Motto dieses Spezialisten für die Vermietung von Höhenzugangstechnik. Immer mehr Planer, Nutzer und Betreiber von Immobilien wissen die wirtschaftlichen Vorteile von Hubarbeitsbühnen zu schätzen, die darüber hinaus auf Dauer Personenschutz und Gebäudesicherheit gewährleisten. Der Beitrag erläutert einige Entscheidungskriterien, worauf potenzielle Mieter von Höhenzugangstechnik im Vorfeld eines Einsatzes achten sollten.

Architektur wird heute immer aufwändiger. In der Höhe gibt es nahezu keine Grenzen, wie man beispielsweise beim Swiss Re-Tower, einem der höchsten Gebäude der Welt, in London sehen kann. Eine Höhe von 180 m, eine 22.000 m² große Glasfläche, die aus 5.146 einzelnen Fassadenelementen besteht, 40 Stockwerke, Atrien, die über sechs Stockwerke reichen, sind nur einige Stichworte zum berühmten Gebäude. Dazu kommt die extravagante Architektur, einem Zuckerhut nicht unähnlich. Mit einer Leiter, mit Gerüsten, oder sogar mit Industriekletterern kann man in diesem Umfeld bei den notwendigen Wartungs-, Instandhaltungs-, Reinigungs- und sonstigen Arbeiten nicht viel ausrichten.

Ästhetik…

Dazu kommt, dass nicht nur die Außen-, sondern auch die Innenbereiche in heutigen Neubauten immer aufwändiger mit Vorsprüngen, Treppenaufgängen, Bepflanzungen oder Lichttechnik gestaltet werden. Neben der Glas- und Fassadenreinigung fallen deshalb auch immer mehr Arbeiten in der Höhe an. Der Immobilienbetreiber ist grundsätzlich daran interessiert, dass diese notwendigen Arbeiten einerseits möglichst ohne großen Aufwand, die Bausubstanz schonend, stattfinden. Andererseits spielt die Sicherheit der dafür verantwortlichen Menschen natürlich eine ganz große Rolle. Ihnen müssen also Problemlösungen, das heißt eine auf die Anforderungen vor Ort abgestimmte Höhenzugangstechnik an die Hand gegeben werden, mit der sie die jeweiligen Arbeiten ausführen können. Und hier kommen Hubarbeitsbühnen ins Spiel.

Sogenannte Selbstfahrer sind häufig eingesetzte Hubarbeitsbühnen bei der Glas- und Fassadenreinigung.Foto: Kiloutou Deutschland GmbH

… und Wirtschaftlichkeit im Fokus

In den allermeisten Fällen hat der Architekt aus ästhetischen und wirtschaftlichen Gründen die entsprechende Höhenzugangstechnik nicht in sein Gebäude integriert. Darüber hinaus haben Fahrlafetten beispielsweise auch enorme Auswirkungen auf die Statik. Viele architektonische „Eye-Catcher“ wären somit überhaupt nicht umsetzbar. Mit Lösungen von der Stange, wie beispielsweise Befahranlagen, können darüber hinaus dann auch nicht alle Arbeiten durchgeführt werden, da sie entweder horizontal oder vertikal verlaufen und somit nicht alle Höhenzugänge erreichen können. Außerdem stören auch sie unter Umständen das ästhetische Gesamtbild. Trotzdem müssen die entsprechenden Arbeiten durchgeführt werden.

Bis zu einer Höhe von 7 Metern können Leitern zum Einsatz kommen, die aber bei Weitem das geforderte Einsatzspektrum nicht abdecken und auch nicht ganz ungefährlich sind. Auch werden heute noch häufig Gerüste gebaut. Das ist eine recht teure und unflexible Lösung und nimmt sehr viel Zeit für Auf- und Abbau in Anspruch. Und der Einsatz von Industriekletterern muss von der Berufsgenossenschaft für Arbeitsschutz genehmigt werden. Diese Genehmigungen werden in Deutschland und Europa allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen erteilt und nur dann, wenn nachweisbar keine andere Möglichkeit für den Höhenzugang darstellbar ist. Entscheidender Nachteil bei dieser vermeintlichen Problemlösung ist, dass die Kernkompetenz der eingesetzten Menschen selbstverständlich in der Kompetenz des Kletterns besteht, sie meistens nur einarmig arbeiten können und vor allen Dingen über keine überzeugende Fachkompetenz bei den durchzuführenden Tätigkeiten, wie Reinigungs-, Maler-, Dachdeckeraufgaben oder Inspektionen von Feuer-, Rauchmeldern und vieles anderes mehr, verfügen.

„Um nicht nur sicher in der Höhe arbeiten zu können, sondern darüber hinaus möglichst alle Tätigkeitsfelder in der Höhe erreichen zu können, bleiben eigentlich nur Hubarbeitsbühnen übrig.“ bilanziert Werner Gronau, technischer Direktor im Bereich technisches Management seine jahrzehntelange Erfahrung mit der Vermietung von Hubarbeitsbühnen. „Keine Situation ist zu komplex, kein Raum zu klein, kein Boden zu empfindlich für diese Maschinentechnologie. Im Außeneinsatz, aber auch zunehmend in Innenbereichen von Gebäuden, beweisen Arbeitsbühnen jederzeit ihre Stärke.“

Verkehrslast und Bodenpressung sind die entscheidenden Faktoren um sensitive Fußbodenbeläge im Gebäudeinneren überfahren zu können.Foto: Kiloutou Deutschland GmbH

Deckelchen muss zum Topf passen

Die Architektur hat sich zurückblickend sehr stark gewandelt. Das betrifft vor allem die Innenbereiche von repräsentativen Bauten, die sich äußerst aufwändig gestaltet, der Öffentlichkeit präsentieren. Beim Einsatz von Hubarbeitsbühnen muss grundsätzlich gewährleistet sein, dass einerseits die Bausubstanz geschont wird und vor allem andererseits die Mitarbeiter ausreichend geschützt sind. Ihre eigene Sicherheit haben sie selbst durch die zum Beispiel Anschnall- und Helmpflicht sowie durch weitere PSA (persönliche Sicherheits-Ausrüstung) in der Hand. Bei der Anmietung von Hubarbeitsbühnen ist grundsätzlich darauf zu achten, in welchem Umfeld einer Immobilie diese eingesetzt werden sollen und welche Höhenzugänge erreicht werden müssen. Leider ist es oftmals immer noch im Wettbewerbsvergleich zu beobachten, dass bei einer Kundenberatung ausschließlich die Arbeitshöhe und die seitliche Reichweite abgefragt wird. Dabei wird sträflich vernachlässigt, dass man mit der Hubarbeitsbühne zunächst einmal den Einsatzort zu erreichen hat, sie dort auch bei engsten Platzverhältnissen sicher aufgestellt werden muss, um danach erst das angestrebte Arbeitsfeld in der Höhe oder seitlichen Reichweite erreichen zu können. Diese Reihenfolge gilt nicht nur für Außeneinsätze, sondern ganz besonders auch, wenn Höhenzugänge im Gebäudeinneren erreicht werden sollen. Wichtig dabei zu wissen ist, dass zum Erreichen eines Aufstellplatzes für Arbeitsbühnen die beiden Themen Verkehrslast und Bodenpressung ein äußerst wichtiges Entscheidungskriterium für die Wahl einer geeigneten Hubarbeitsbühne ist. Bei der Verkehrslast geht es darum, was der Boden allgemein an Belastung verträgt, wenn sich die Maschine in der Transportposition befindet. Die gängige Formel dazu lautet: Gesamtgewicht F dividiert durch die Stollenfläche A. Beim Thema Stützlast unter den vier Abstütztellern gilt es um den tatsächlichen Druck, die sogenannte Punktlast oder auch Pratzenlast, die auf dem Unterboden ausgeübt wird. Dabei ist zu beachten, dass die Stützkraft durch Unterlegplatten nicht vergrößert und nicht verringert werden kann. Die Bodenpressung kann dagegen durch Unterlegplatten beeinflusst werden. Diese Aussagen gelten grundsätzlich für alle unterschiedlichen Arbeitsbühnen, wie zum Beispiel Scherenbühnen, Arbeitsbühnen als Anhänger, LKW-Arbeitsbühnen, Selbstfahrer und gummikettenbetriebene Hubarbeitsbühnen. Werner Gronau weist außerdem darauf hin: „Darüber hinaus ist die nationale CE-Kennzeichnung beziehungsweise die strikte Einhaltung der europäischen Norm für Hubarbeitsbühnen, die EN 280, zwingend.“

Kiloutou

Die Kiloutou Deutschland GmbH als Teil der französischen Kiloutou Group ist seit 2016 aktiv auf dem deutschen Markt tätig. Mit Übernahme der Starlift GmbH, Butsch & Meier GmbH und der ehemaligen GL Verleih in Köln hat sie schon bedeutende Fußabdrücke im deutschen Markt hinterlassen und will zukünftig durch weitere Expansionen im gesamten deutschen Markt großflächig vertreten sein. Kiloutou Geschäftsführer Stephan Kulawik stellt die zukünftigen Unternehmensschritte vor: „Als viertgrößter Vermieter Europas und Hauptakteur in der Gerätevermietung in Frankreich bietet die Kiloutou-Gruppe Lösungen mit Produkten und Dienstleistungen für eine breit gefächerte Klientel an: nationale Key-Accounts, Bauunternehmer, Handwerker, Gebietskörperschaften und öffentliche Einrichtungen, Industriebetriebe, Facilitymanager und Gebäudemanager, sowie private Verwalter von Liegenschaften. Unser Expansionskurs basiert auf der strategisch ausgerichteten Unternehmenspolitik, durch Übernahme regional dominierender Vermietbetriebe die Marktpräsenz insgesamt dynamisch zu komplettieren. Unsere Unternehmensphilosophie wird am besten dadurch gekennzeichnet, dass wir jeden Tag intensiv daran arbeiten, der lokale Champion an unseren Standorten in Deutschland zu sein.“ Folgerichtig wurde aktuell die Deutschlandzentrale im niederrheinischen Mönchengladbach als Kompetenzzentrum etabliert. Von diesem Hauptsitz aus sollen zukünftig die unternehmerischen Aktivitäten zwischen dem französischen Mutterhaus in Lille und den lokalen und regionalen Niederlassungen koordiniert werden. Dabei spielt die permanente Schulung und Erweiterung des Fachwissens der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Stephan Kulawik: „Wir erheben den Anspruch darauf, dass an potenzielle Mieter nicht irgendeine Hubarbeitsbühne, die gerade auf dem Hof steht vermietet wird, sondern erst nach einer kompetenten Fachberatung die Hubarbeitsbühne vermietet wird, die als optimale und maßgeschneiderte Problemlösung für den betreffenden Einsatz diagnostiziert wurde. Dies setzt selbstverständlich voraus, dass unsere Fachberatungen auf Grundlage neuestem Wissen in Bezug auf Anwendungen und Einsatzparameter der Hubarbeitsbühnen erfolgen.“ Grundlage für dieses Unternehmensziel ist ein vielfältiger Maschinenpark, der bei den Niederlassungen zur Verfügung steht. Mit dem größten Angebot des Marktes, das etwa 850 Referenzen und über 250.000 Geräte umfasst, ist die Kiloutou-Gruppe in verschiedensten Bereichen tätig: Arbeitsbühnen, Bau- und Erdbaumaschinen, Rohbau und Innenausbau, Nutzfahrzeuge und Eventausstattung. 2018 wurde ein Umsatz von circa 690 Millionen Euro erwirtschaftet, wobei das Unternehmen 5.000 Mitarbeiter beschäftigt. Kiloutou expandiert weiter und zählt mittlerweile nahezu 500 Standorte, wovon sich etwas 50 bei einschlägigen Baufirmen und etwa 30 bei zentral gelegenen, so genannten Nahversorgungsbetrieben befinden. Das Netzwerk verfügt zusätzlich über Standorte in Polen, Spanien, Italien und in Deutschland.

Kiloutou Deutschland GmbH
Am Nordpark 1
D-41069 Mönchengladbach
Telefon: +49 2161 5730600
www.kiloutou.de

Stephan KulawikFoto: Kiloutou Deutschland GmbH

Autor

Stephan Kulawik ist als Geschäftsführer der Kiloutou Deutschland GmbH dafür verantwortlich, die Präsenz im deutschen Markt zu stärken und weiter zu entwickeln. Als festes Mitglied im M&A-Team der Firmengruppe berichtet er direkt an Patrick Rybicki, VP International & Development des französischen Mutterkonzerns.

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