Generalüberholung seit 35 Jahren im Programm

Neues Leben für 8000 Flurförderzeuge

Hamburg (ABZ) – Verlängerte Wertschöpfungszyklen, Gebrauchtgeräte in Premiumqualität, Nachhaltigkeit und zirkuläre Konzepte – was in der jüngeren Vergangenheit branchenübergreifend große Aufmerksamkeit erfährt, gehört laut eigenem Bekunden für den Hamburger Intralogistik-Spezialisten Still seit 35 Jahren zum Selbstverständnis.

Zum Abschluss des Aufarbeitungsprozesses erhalten alle Gebrauchtfahrzeuge eine neue Lackierung und einen frischen Look für ihr neues Leben. Foto: Still

Heute verhilft Still mit vier Aufarbeitungszentren in Europa jährlich rund 8000 Flurförderzeugen zu einem neuen Leben. Tendenz steigend.

Wenn im Still-Aufbereitungszentrum ein professionell überholter Gabelstapler vom Hof rollt, ist er mit bloßem Auge kaum von einem Neugerät zu unterscheiden, versichert das Unternehmen. Und auch im Belastungstest lässt sich kaum einen Unterschied ausmachen. Kein Wunder also, dass der Markt für Zweitgeräte stark wächst und die Anschaffung gebrauchter Flurförderzeuge für immer mehr Unternehmen eine attraktive Alternative darstellt. Neben wirtschaftlichen Überlegungen spielen dabei zunehmend Aspekte der Verfügbarkeit, aber vor allem der Nachhaltigkeit, Ressourcenverantwortung und Verringerung des eigenen CO2-Abdrucks eine Rolle.

Denn neben den großen Themen der Zeit, wie alternative Energiesysteme, Recycling und zirkuläre Entwicklungskonzepte, ist auch die Wiederaufbereitung von Fahrzeugen und damit die Weiterverwendung von Komponenten und Rohstoffen eine wichtige Säule nachhaltiger und zukunftsfähiger Konzepte in der Logistik.

Still hat laut eigener Aussage bereits Ende der 1980er Jahre damit begonnen, gebrauchte Fahrzeuge nach einheitlichen Qualitätsstandards einer Generalüberholung zu unterziehen und sie Kunden als Zweitmarktgeräte anzubieten.

Dafür hat das Unternehmen ein eigenes Netzwerk in Europa aufgebaut und sukzessive erweitert. 2008 war der Standort Stuhr bei Bremen das erste Aufarbeitungszentrum, 2014 folgte ein weiteres im polnischen Rokietnica, 2017 in Lainate nahe Mailand.

Und erst vor wenigen Wochen öffnete ein viertes Aufarbeitungszentrum seine Tore im türkischen Çerkezköy. Insgesamt bis zu 8000 Fahrzeuge werden so jährlich technisch und optisch generalüberholt und in die Still-Vertriebsorganisation zurückgeführt. Europaweit stehen den Kunden rund 25.000 aufgearbeitete Fahrzeuge zur Auswahl.

Der Zweitmarkt für Gabelstapler und Lagertechnikfahrzeuge wächst seit Jahren kontinuierlich. Dazu trägt zum einen das steigende Angebot bei – bedingt vor allem durch das stetig wachsende Marktsegment des Leasings. Aber auch die Nachfrage steige spürbar. Aus Kundenperspektive nicht verwunderlich, findet Frank Müller, Senior Vice President Still Brand Management. "Sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht macht die Anschaffung gebrauchter und generalüberholter Geräte für immer mehr unserer Kunden Sinn. Es muss nicht immer ein 'Neuer' sein", erklärt er und weiter: "Still ist dafür bekannt, Kunden individuell und passgenau zugeschnittene Lösungen anzubieten. Und da gehören hochwertig aufbereitete Fahrzeuge definitiv dazu." Mit langjähriger Erfahrung, ausgereiften Prozessen und vorausschauend geplanten Aufarbeitungskapazitäten in ganz Europa sei Still ein guter Partner.

Moderate Transportaufgabe

Die Motivationen der Still-Kunden, sich für ein Gebrauchtgerät zu entscheiden, können ganz unterschiedlicher Natur sein. Eine große Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen sowie Firmen mit moderaten Transportaufgaben und überschaubaren Einsatzzeiten der Stapler. Sie profitieren beim Kauf eines aufgearbeiteten Still-Fahrzeugs nicht nur von garantierter Herstellerqualität, sondern ebenso von dem umfassenden und qualifizierten Service, versichert das Unternehmen.

Aber auch Kunden mit großen Flotten und intensiven Einsätzen setzen im Rahmen von Mischflotten verstärkt auf Gebrauchtgeräte. Gerade Transportaufgaben, die keinen 24/7-Einsatz bedeuten, wie die Be- und Entladung von Lkw, können gut von Gebrauchtfahrzeugen übernommen werden. Neben finanziellen Aspekten spielen dabei zu einem großen Teil ökologische Beweggründe eine Rolle: Die Förderung langer Wertschöpfungszyklen, die Schonung von Ressourcen und die Reduzierung des eigenen CO2-Abdrucks stehen heute in vielen Unternehmen weit oben auf der Agenda, wenn nicht sogar im eigenen "Pflichtenheft".

Mischflotten als attraktive Möglichkeit

"Mischflotten aus neuen und generalüberholten Premiumfahrzeugen sind für viele unserer Kunden eine hochattraktive Möglichkeit, Effizienz und Verantwortung smart zu vereinen – gänzlich ohne Kompromisse auf der einen oder anderen Seite", erklärt Müller.

Unverzichtbare Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäft mit Gebrauchtgeräten sind eine hohe Qualität der aufgearbeiteten Fahrzeuge und ein umfassender Service auf Niveau der Neugeräte. Zur Sicherstellung der Premiumqualität sowie für hohe Vergleichbarkeit und Transparenz hat Still laut eigener Aussage bereits 2003 eine europaweit einheitliche Klassifizierung für seine Gebrauchtgeräte eingeführt. Sie klassifiziert die Fahrzeuge nach den Kriterien Technik, Gewährleistung, Optik, Alter und Batteriezustand in die Kategorien Bronze, Silber und Gold und definiert gemäß standardisierten Prozessen die entsprechende Aufarbeitung. "Für viele unserer Zweitmarktinteressenten ist die Silber-Kategorie die ideale Balance aus hohem Qualitätsstandard und spürbarer finanzieller Einsparung", ordnet Müller die Kategorisierung ein. Ein Fahrzeug dieser Klassifizierung ist technisch vollständig geprüft und mit Still-Originalteilen generalüberholt, gereinigt, optisch ausgebessert und frisch lackiert. Mittels der professionellen Batterieraufbereitung garantiert Still für Elektrofahrzeuge der Silber-Kategorie eine Batterierestleistung von mindestens 70 %, in der Gold-Kategorie sogar 100 %.

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