Abbruch und Aufbereitung

Stark armierter Beton des letzten Boehringer-Gebäudes recycelt

180 bis 200 t/h stark armierten Bauschutt bricht der Rockster R1000S in Tutzing auf 0–50 mm.Fotos: Rockster

Starnberg (ABZ). – Anfang 2020 entschied sich die Anton Sedlmaier GmbH aus Starnberg in Bayern, einen 30-Tonnen-Prallbrecher R1000S anzuschaffen. Bei einem Großprojekt im Zentrum von Tutzing setzte das Unternehmen den Prallbrecher kürzlich zum ersten Mal ein.

Dort wurde das letzte Boehringer-Gebäude im Zentrum von Tutzing rückgebaut und aufbereitet. Seit dem Zweiten Weltkrieg hatte das Pharmaunternehmen diesen Teil von Tutzing in Bahnhofsnähe geprägt. Der Schweizer-Roche-Konzern führte den Betrieb noch ein paar Jahre fort, nachdem er Boehringer-Mannheim Anfang 1998 übernommen hatte. Vor 18 Jahren legte Roche das Werk still, folgende Versuche einer Neubelebung blieben erfolglos. 2019 wurde nun auch der Abbruch des letzten, sechsstöckigen Gebäudes in Auftrag gegeben. Ein völlig neues Areal mit Klinik und Gewerbeimmobilien soll hier entstehen.

Das Planungsbüro Ehret & Klein hatte sich bei der Vergabe des Projektes an den Aufbereitungsspezialisten Anton Sedlmaier GmbH gewandt. Das Unternehmen ist im Starnberger und Münchner Raum eine bekannte Adresse für Abbruch- und Erdbauprojekte. Es besteht seit 50 Jahren und hat 30 Mitarbeiter. Um die Baurestmassen aufzubereiten, setzte Sedlmaier bis Februar dieses Jahres angemietete Brechanlagen ein.

Der Kauf des Rockster R1000S mit hydrostatischem Antrieb und einer Einlauföffnung von 960 x 720 mm war für Inhaber Anton Sedlmaier ein ganz wichtiger Schritt: "Unsere Maschinisten sind begeistert von der neuen Brechanlage, sie loben die einfache Handhabung und die gute Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten. Wir sind in der Aufbereitung von Bauschutt und Naturstein nun viel flexibler und effizienter."

Das Roche-Aufbereitungsprojekt ist sogleich eine Härteprobe für den Brecher. Herausfordernd an dieser Baustelle ist nach Auskunft von Sedlmaiers Baustellenleiter Markus Falschlunger die starke Armierung des Betons. Beim Bau des Gebäudes wurde ausgesprochen viel Eisen verwendet. "Andererseits befinden wir uns mitten im Zentrum von Tutzing, wo wir natürlich den Lärmpegel so gering wie möglich halten müssen", so Falschlunger.

Der serienmäßige und höhenverstellbare Magnetabscheider des R1000S Brechers habe sich als wertvolle Hilfe bei der Beseitigung der Eisenteile erwiesen. Mit dem hydraulisch klappbaren Seitenband wird bei Bedarf das feine, erdige Material ausgeworfen.

"Wir produzieren hauptsächlich 0/50er Endkorn, welches für den Unterbau verwendet wird. Dieser recycelte Beton ist gut geeignet für den Straßenbau, er bildet einen festen Grund, weil der Anteil an grobem und feinem Material optimal ist," so Falschlunger.

Maschinist Tobias Poschinger lobt besonders die vollhydraulische Brechspaltverstellung des R1000S: "Ich kann den Brechspalt ganz einfach am Display einstellen, das geht rasch und unkompliziert." Außerdem findet er es großartig, dass er fast alle Funktionen des Brechers per Fernbedienung steuern kann.

Nicht nur die Brechanlage selbst, auch die Betreuung danach spielen in der Baubranche eine große Rolle, denn Stillstand ist teuer. Bei dem Rockster-Händler für Süddeutschland Schlei & Birkert Aufbereitungsanlagen Service GmbH fühlt sich das Team von Sedlmaier diesbezüglich sehr gut aufgehoben. "Wir können uns wirklich jederzeit bei Fragen an Schlei und seine Leute wenden und bekommen sofort kompetente Auskunft und Unterstützung. Die Schulung war ausgezeichnet und auch die Ersatzteillieferung funktioniert einwandfrei," so Markus Falschlunger.

Nach Fertigstellung der Bauschutt-Baustelle in Tutzing wird der Brecher in eines der beiden firmeneigenen Kieswerke transportiert. Anton Sedlmaier zeigt sich äußerst zufrieden: "Die Leistung bei diesem stark eisenhaltigen Beton ist gut. Der Brecher ist sehr kompakt und wird uns nun auch im Kieswerk unterstützen Wir wollen hier Granit auf 0/16 mm brechen."

Rockster-Händler Sandor Schlei ergänzt: "Mit dem Rockster R1000S hat unser Kunde eine sehr gut durchdachte und ausgefeilte Maschine gekauft. Egal ob für seine Aufbereitungsprojekte, oder in seinen Kieswerken, er kann den Brecher einfach transportieren und ausgesprochen vielseitig einsetzen."

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