Stahlhalle als Schutz für Kampfmittelräumung

Beeindruckende Spannweite

Der Dethlinger Teich wird von Astron mit einer Stahlkonstruktion überbaut. Foto: Astron

Bei einer ersten Bergung wurden 2500 giftige Chemiewaffen entdeckt – doch das war nur der Anfang. Das niedersächsische Umweltministerium geht davon aus, dass sich mehr als 100.000 verschiedene Kampfmittel in dem 10 bis 12 m tiefen – mittlerweile verlandeten – Teich befinden. Die größte davon mit 1 t Sprengladung. Das Gebiet ist großräumig gesperrt und wird Tag und Nacht bewacht. Die Sanierung soll im Frühjahr 2023 starten und ist für fünf Jahre angesetzt. Der Dethlinger Teich wird aktuell überbaut mit einer Stahlkonstruktion der Firma Astron Buildings GmbH aus Mainz. Die Stahlhalle umfasst eine Grundfläche von 97 m x 106 m und ist am First 22 m hoch. Damit ist sie fast so groß wie zwei Fußballfelder. Die Auflager bildet eine insgesamt 400 m lange Betonkonstruktion, die mit einer 22 m tief im Boden verankerten Spundwand befestigt ist. Die Dachfläche beträgt etwa 10.000 m² und wurde für die außergewöhnlich hohe Schneelast "Norddeutsches Tiefland" bemessen.

Es handelt sich hier nach Aussage von Astron um das zurzeit größte Sanierungsprojekt Deutschlands im Bereich Kampfmittelräumung. Die Montage der Stahlhalle mit beeindruckender Spannweite ohne störende Stützen komme sehr gut voran. Auch in der mehr als 50-jährigen Firmengeschichte von Astron ist es nach eignen Angaben das Projekt mit der bisher größten freien Spannweite. Es wird gemeinsam mit dem langjährigen Astron Baupartner, der Firma Cornils GmbH aus Bergen, realisiert.

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