Maschinendaten ermöglichen vorausschauende Wartung

IT-Systeme können Störungen vorhersagen

Ein Servicemonteur bei der Wartung eines müller-Gerätes. Das freireitende System MS-48 HFV stammt aus eigener Fertigung von thyssenkrupp Infrastructure.Foto: thyssenkrupp Infrastructure

Essen (ABZ). – thyssenkrupp Infrastructure will zukünftig beim Service vorausschauend agieren. Eine Baumaßnahme unterbrechen, weil bei einer Maschine eine Wartung anfällt oder für eine dringende Reparatur ein Ersatzteil fehlt – das gehöre bei einem modernen Maschinenmanagement der Vergangenheit an, erläutert das Unternehmen.

Im Optimalfall könnten Störungen vorhergesagt oder Ersatzteile rechtzeitig geplant und beschafft werden, bevor es dazu oder zu Ausfällen kommt. Ziel sei es, die Maschinen pro-aktiv zu warten und Störungszeiten zu antizipieren und zu verkürzen. Dieses vorausschauende Agieren (Predictive Maintainance) unterscheide sich deutlich von herkömmlichen reaktiven Wartungsansätzen, erläutert thyssenkrupp Infrastructure.

"Was wird wann passieren, diese Frage gilt es zu beantworten, damit wir rechtzeitig agieren können", sagt Carola Ipsen, Leiterin des Servicebereichs bei thyssenkrupp Infrastructure. Das Verfahren Predictive Maintainance nutze die Echtzeit-Daten von Maschinen, um daraus Wartungsinformationen abzuleiten. Solche Informationen werden heute mittels Fernwartung und Fernüberwachung erfasst. Remote Monitoring heißt der Fachbegriff, der dahinter steht: IT-Systeme lesen dabei Daten aus, die von einer in den eingesetzten Maschinen installierten Software bereitgestellt werden. "Anhand dieser Informationen haben wir nicht nur einen Überblick über Betriebs- und Zustandsdaten", so die Leiterin des Servicebereichs weiter, "sie zeigen uns auch, wo eine Maschine im Einsatz ist und ob sie einwandfrei arbeitet.

thyssenkrupp Infrastructure bietet mit müller Baggeranbauvibratoren, freireitenden Systemen und Zubehör Ausrüstung für leichte bis schwere Rammarbeiten, mit dem sich Spundwände, Rohre, Träger und andere Rammprofile einbringen lassen.

Während das System bei den Fremdgeräten – hauptsächlich Mäkler, von denen es sechs verschiedene Typen im Mietpark gibt – bereits Standard ist, ist man bei thyssenkrupp Infrastructure dabei, die moderne Technik auch auf die eigenen kleineren Baggeranbauvibratoren und Freireiter zu übertragen.

Aktuell werden Betriebsstundenzähler erprobt, die auch für diese Gerätereihen alle wichtigen Basisinformationen liefern sollen. Damit wird die Grundlage geschaffen, den Kunden bei seinem Projekt professionelle Unterstützung zu geben. "Wir bieten keine Standardlösungen an, sondern gehen auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Auftraggeber ein", verspricht Ipsen. "Mit unserem Angebot leisten wir so einen wichtigen Beitrag, um den Nutzen unserer Kunden zu optimieren und ihre Risiken zu minimieren."

Neben überzeugenden technischen Konzepten trage auch der gute Service von thyssenkrupp Infrastructure dazu bei, dass die Kunden des Unternehmens ihre Baumaßnahmen wirtschaftlich umsetzen können, verspricht das Unternehmen. 26 Servicetechniker betreuen von fünf Standorten aus die Kunden in Deutschland. "Die Kunden konzentrieren sich auf ihr Projekt und wir erledigen den Rest", erläutert Ipsen die Philosophie der thyssenkrupp Infrastructure GmbH. Mit dem "Rest" sei ein Rundum-Sorglos-Paket gemeint, hinter dem ein breites Spektrum an Serviceleistungen stecke: von Inspektion und Wartung über Reparatur, Beschaffung von Ersatzteilen und Monitoring bis hin zu Transport und Einweisung.

Für die Zukunft plant das Unternehmen, einen sogenannten Service-Koordinator einzuführen. Er fungiert als "First-Level-Support" für die externen und internen Kunden. Von der technischen Beratung über die Ersatzteilbeschaffung und Terminvergabe bis hin zur Vermietung kann er alle Anfragen organisieren.

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