Transport schwerer Maschinen im Semmering-Basistunnel

Aluminium-Panels verlegt

Laut Rene Hellmich, TPA Projektkoordinator Süd, mussten die Mitarbeiter vor allem beim Plattenverlegen mit dem Kran sehr vorsichtig sein, um weder Leitungen und Installationen noch Lüftungskanäle zu beschädigen.Foto: TPA

Gloggnitz/Österreich (ABZ). – Das Unternehmen TPA hat kürzlich im österreichischen Semmering-Basistunnel Aluminium-Panels verlegt, um die dort stattfindenden Baumaßnahmen und den Transport für schwere Maschinen zu erleichtern. Im Auftrag der ÖBB Infrastruktur AG zwischen den Endpunkten Gloggnitz in Niederösterreich und Mürzzuschlag in der Steiermark wird ein rund 28 km langer Eisenbahntunnel mit zwei Röhren vorangetrieben. Ab 2026 soll die Hochleistungsstecke in Betrieb genommen werden. Mit den Arbeiten am Tunnel Grautschenhof in der Nähe von Spittal am Semmering wurde die ARGE SBT3.1 Grautschenhof betraut. Sie besteht aus der Marti GmbH Österreich und dem schweizerischen Tunnelbauunternehmen Marti Tunnel AG. Um einen schweren Sohleschalwagen zwischen den beiden Tunnelröhren umzusetzen, mussten die Arbeiter im Bereich des Zwischenangriffs Grautschenhof einen stabilen Transportweg erstellen. Mit der Ausführung beauftragten die Verantwortlichen die Firma TPA Mobile Straßen.

Gerhard Hohenthanner, TPA Vertrieb Süd, freut sich, dass sein Team sich beim ersten Einsatz unter Tage gut geschlagen hat. In 100 m Tiefe verschraubte es 76 Aluminium-Panels, damit der Schalwagen gut umgesetzt werden konnte. "Eigentlich also ein ganz normaler Einsatz – wenn die enorme Enge nicht gewesen wäre", ergänzt Rene Hellmich, TPA Projektkoordinator Süd. "Die ganze Aktion war von Anfang bis Ende präzise Millimeterarbeit. Je näher wir dem Einsatzort kamen, umso weniger Platz hatte man zum Manövrieren." Vor allem beim Plattenverlegen mit dem Kran hätten die Mitarbeiter sehr vorsichtig sein müssen, um weder Leitungen und Installationen noch Lüftungskanäle zu beschädigen.

Thomas Thumulla, TPA Operations Manager, sieht bei diesem Einsatz die Bestätigung für die regelmäßigen Schulungen seiner Einsatzteams und die hohen Einsatzmöglichkeiten des TPA Fuhrparks. "Unsere Einsatzteams werden regelmäßig geschult und auf ungewöhnliche Einsatzbedingungen vorbereitet. Das stellt sicher, dass unsere Mitarbeiter auch unter schwierigeren Bedingungen wie hier im Semmering-Tunnel saubere Arbeit leisten." Laut ÖBB soll sich die Fahrzeit zwischen Wien und Graz auf der neuen Tunnelstrecke auf weniger als zwei Stunden reduzieren. Im Gegensatz zur Bergstrecke der historischen Semmeringbahn ist der neue Streckenverlauf wegen der geringen Neigung auch für schwere Güterzüge geeignet. Dadurch werde der Lkw-Transport entlastet.

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