Digitale Unterstützung

Produktivität im Straßenbau steigern

Im Bauablauf sammelt Smart Site One (SSO) selbständig alle wichtigen Daten über Sensoren und Schnittstellen. In der Cloud wird der optimale Ablauf der Baustelle vorausberechnet. SSO setzt dazu auf künstliche Intelligenz.Abb: Smart Site One

Nürtingen (ABZ). – Prozesse im Straßenbau sind vielfältig und aufgrund ihrer vielen Abhängigkeiten sehr komplex. Digitale Werkzeuge können helfen, den Überblick zu behalten und Entscheidungen besser zu treffen. In den kommenden Jahren lässt die Digitalisierung daher auch im Tiefbau hohe Produktivitätssteigerungen erwarten. Dies zeigen Vergleiche mit Branchen, die in Bezug auf digitale Systeme aktuell einen noch höheren Reifegrad aufweisen als die Bauindustrie.

Ein Beispiel dafür, wie junge Technologieunternehmen aktuelle Forschungsergebnisse zur Digitalisierung des Straßenbaus umsetzen, ist das Produkt Smart Site One der Smart Site Solutions GmbH – einem unabhängigen ConTech-Unternehmen, das mit seinem daten- und KI-basierten System die Asphaltlogistik digital optimiert und automatisiert. In langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurden moderne Technologien und innovative Ansätze aus der Informatikforschung mit etabliertem Bauwissen vereint und zur Produktreife gebracht.

Im Bauablauf sammelt Smart Site One (SSO) selbständig alle wichtigen Daten über Sensoren und Schnittstellen. In der Cloud wird der optimale Ablauf der Baustelle vorausberechnet. SSO setzt dazu auf künstliche Intelligenz. Materialproduktion, Transport und Einbau werden so stets zueinander in Einklang gebracht und alle Beteiligten bleiben informiert. Voraussichtliche Ankunftszeiten und -temperaturen, Rundenzeiten, Restmengen sowie Soll-Ist-Vergleiche, Mehr-/Mindereinbaumengen oder Beladetaktungen und Einbaugeschwindigkeiten (Soll/Ist) und weitere Informationen sind immer aktuell. Dies vermindert Stillstände und Abzüge in Folge von Qualitätseinbußen.

Zur Datengewinnung ist Smart Site One vernetzt. Über Ansätze aus dem Bereich des Internet of the Things und der Echtzeit-Massendatenverarbeitung werden unter anderem GPS-Daten des Fertigers, Temperaturen, FDVK-Daten oder die Auszugsbreite der Bohle erhoben und verarbeitet.

Die KI-basierten Empfehlungen zur Einbaugeschwindigkeit werden von SSO direkt an Fertigerfahrer übertragen. GPS-Daten der zuliefernden Lkw werden über die Anbindung verschiedener Telematik-Plattformen realisiert. Mit Smart Site One werden so alle Daten von der Beladung bis zur Verdichtung digital verfügbar und für die Entscheidungsunterstützung aufbereitet.

Wie dies konkret geschehen kann, zeigt die neue Telematikplattform die gemeinsam von den Unternehmen Smart Site Solutions GmbH und Rosenberger Telematics GmbH konzipiert und entwickelt wurde. Ziel ist es, möglichst alle Asphalt-Lkw in Deutschland mit einem DSG-VO-konformen Tracking-System auszustatten, das die Dynamik kurzfristig zusammengestellter Flotten adäquat abbildet und so Bauunternehmen in der Logistiksteuerung unterstützt. Weitere Beispiele sind die Anbindungen der Systeme der Völkel Mikroelektronik GmbH oder das kostengünstige hochgenaue Fertiger-GPS-Tracking, das gemeinsam mit dem Münchner Startup ANAVS GmbH zum Start der Einbausaison 2021 angeboten wird.

Die Ansätze von SSO gehen dabei weit über die statische Arbeitsvorbereitung und das Management von Lieferscheinen hinaus. Vorarbeiten aus der Tech-Branche und den Unternehmen des Silicon Valleys eröffnen über SSO auch der Baubranche vollkommen neue Möglichkeiten, Baustellen effizient digital zu planen und auszuführen. Smart Site One optimiert laut eigenen Angaben bereits heute zahlreiche Baustellen unterschiedlicher Größe und Art. Egal ob heiß an heiß, Kompaktasphaltbauweise oder Gussasphaltbaustellen. Von der Ortsdurchfahrt bis zur Autobahn vermindere SSO Planungs- und Koordinationsaufwände, Stillstandkosten, Qualitätseinbußen und Abzüge.

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